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Morbili (#21770)
Funktion / Brauchkomplex
Fastnacht
Herkunft
Deutschland, Baden-Württemberg, Baar, Villingen
Entstehungszeit
1795-1800
Name der die Maske tragenden Figur
Morbili, Narrozunft Villingen
Material
Holz, Linde
Larventyp
Charakterlarve
Künstler
Ackermann, Dominikus "Ölmüller"; Villingen
Weitere Künstler
unbekannt
Sammlung
Privatbesitz
Weitere Informationen
Diese Scheme wurde mittels IR-Spektroskopischer Datierung durch das Wissenschaftliche Laboratorium des Museo d’Arte e Scienza, Außenstelle Deutschland auf das Jahr 1795 datiert.
Die Scheme hat eine rege Diskussion zur Geschlechterfrage ausgelöst. Diese ist tatsächlich gar nicht so einfach zu beantworten und je nach Kopfbutz wirkt die Scheme sicherlich auch unterschiedlich. Mit welcher Intention der „Ölmüller“ diese Scheme vor mehr als 200 Jahren geschaffen hat lässt sich heute natürlich nicht mehr sagen und in dieser langen Zeitspanne ist sie auch unterschiedlich getragen worden. Warum wir sie dennoch als Morbili im Virtuellen Maskenmuseum präsentieren, möchten wir euch gerne erklären:
Zum einen wundern sich manche vielleicht über die Zähne und den nicht gerade freundlichen, sondern eher bissigen Ausdruck. Aber hier ist zu bedenken, dass dies früher gar nichts außergewöhnliches war, erst durch Manfred Merz haben sich die freundlich lächelnden Morbili als dominierend durchgesetzt. Zum anderen lässt sich durch verschiedene historische Fotografien belegen, dass die Scheme als Morbili gelaufen ist. U.a. auch auf der bekannten Schemen-Ausstellung im Raben im Jahr 1927 ist diese Scheme als Morbili zu sehen. Zudem haben immer wieder Schemenschnitzer die Scheme als Vorlage für neue Morbili genommen, u.a. Friedrich Moser und Eugen Wiedel.