Versteckt im Züricher Untergrund befindet sich das Bündner-Masken-Museum, das Lebenswerk des Maskenschnitzers Paul Strassmann (1922-2000). Der ursprünglich aus dem Sarganserland stammende Maskenschnitzer schuf in Zürich über 600 sehr groteske und kreative Masken. Im Stil orientierte er sich stark an dem bekannten Bündner Maskenschnitzer Albert Anton Willi (1872-1954). Weit über 200 seiner Larven befinden sich heute in diesem vom langjährigen Larvenfreund Heinz Wissmann privat getragenen Maskenmuseum.





Aus dessen Beständen können wir euch nun eine Reihe weiterer Larven in unserem Virtuellen Maskenmuseum präsentieren, die die ganze Schaffensbreite von Paul Strassmann abdecken. Hier geht es direkt zu den Masken aus diesem Züricher Maskenmuseum.
Im Alter von 16 Jahren hatte er mit dem Maskenschnitzen begonnen, damals noch geprägt von der Larventradition des Sarganserlandes. Durch häufige Besuche in der Werkstatt des bekannten Flumser Maskenschnitzers Justus Stoop (1869-1950) hatte er sich das Schnitzen beigebracht.


Nach seinem Umzug nach Zürich wurde er 1948 auf den Bündner Maskenschnitzer aus Domat-Ems, Albert Anton Willi (1872-1954) aufmerksam. Diese Masken beeindruckten ihn so sehr, dass er Masken in diesem Stil schnitzen wollte. Zu Beginn der 50er Jahre kam Strassmann auch nach Domat, um den Heimatort von Willi und seine Masken besser kennen zu lernen. Anfangs hielt er sich eng an die Vorlage von Willi, doch mit den Jahren entstanden Masken nach seinen eigenen Ideen und Vorstellungen. Das Handwerk seines Vorbildes verfeinerte er und er perfektionierte insbesondere die Bemalung. Paul Strassmann wollte bewusst die Willi-Maske zur Tradition werden lassen, sie aber noch vielfältiger und reicher gestalten. Ihm war wichtig, dass seine Larven auch getragen werden. Er gründete dafür eigens die Bündner Maskengruppe in Zürich. Mit ihr beteiligte er sich an den Fastnachtsumzügen. 1979 wurde die Gruppe aufgelöst, seither sind die Masken nur noch vereinzelt in der Fastnacht zu sehen.













